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Tapeten überstreichen: Diese Nachteile sollten Sie kennen

Direkt auf Tapete zu streichen, gilt oft als schnelle und kostengünstige Methode, um einen Raum aufzufrischen. Es mag wie eine einfache Arbeit aussehen, doch in Wirklichkeit birgt sie einige Fallstricke. Auch wenn die vermeintliche Einfachheit verlockend ist – diese Option bringt mehrere Nachteile mit sich, die Sie bedenken sollten, bevor Sie zum Pinsel greifen. Sehen wir uns diese versteckten Herausforderungen an, damit Sie die beste Entscheidung für Ihre Wände treffen können.

Haftung der Farbe: eine zentrale Herausforderung

Die erste Schwierigkeit beim Überstreichen von Tapete ist die Haftung der Farbe. Im Gegensatz zu einem richtig vorbereiteten Putz oder einem glatten Trockenbau-Finish hat Tapete oft eine Struktur, die keine optimale Haftung ermöglicht. Eine schlechte Haftung kann nicht nur zu Blasen unter der Tapete führen, sondern auch dazu, dass die Farbe an manchen Stellen leicht abblättern, sich lösen oder abheben kann.

Zudem stellt eine Vinylbeschichtung der Tapete (die sehr verbreitet ist) aufgrund ihrer wasserabweisenden Oberfläche ein zusätzliches Problem für die Verträglichkeit von Farbe und Tapete dar und schränkt die Haftung weiter ein. Hinzu kommt, dass manche Druckfarben der Muster schlecht reagieren und Flecken oder unerwünschte Verfärbungen verursachen können.

Schlechte Vorbereitung: ein häufiger Fehler

Eine gängige Methode, um dieses Problem zu umgehen, ist das vorherige Auftragen einer Grundierung, die die Haftung der Farbe verbessern soll. Das Grundieren einer Tapete in schlechtem Zustand erhöht jedoch das Risiko, dass die Farbschichten später Schaden nehmen. Eine schlechte Vorbereitung kann das Projekt von Anfang an komplizieren.

Bevor Sie also Farbe auftragen, sollten Sie sicherstellen, dass die Tapete fest an der Wand haftet und frei von sichtbaren Mängeln ist, die einen gleichmäßigen Farbauftrag ruinieren könnten. Eine Überprüfung des Zustands der Tapete hilft Ihnen, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen, die Ihre Renovierung gefährden könnten.

Chemische Reaktionen und Feuchtigkeitsprobleme

Ein weiterer großer Nachteil beim Überstreichen von Tapete sind mögliche Reaktionen zwischen dem Kleister, der Tapetenoberfläche und der Farbe selbst. Die Feuchtigkeit in der Farbe kann alte Kleister reaktivieren, was zu Bröckeln, Faltenbildung oder Aufweichen führt.

Das bedeutet, dass Sie statt einer glatten, makellosen Wand möglicherweise wellige oder beschädigte Stellen erhalten, die das Gesamtbild des Raums beeinträchtigen. Probleme mit Feuchtigkeit und Haftung können schnell zur Geduldsprobe werden – es sei denn, Sie lösen gerne Rätsel nach dem Streichen. Die meisten dieser Probleme vermeiden Sie, indem Sie vorab prüfen, ob Ihre Tapetenart mit der geplanten Farbe kompatibel ist.

Abplatzrisiko: wenn alles auseinanderfällt

Dem Risiko des Abplatzens sollten Sie ebenfalls besondere Aufmerksamkeit schenken. Farbe kann Tapete beschweren, die ohnehin nur locker haftet. Wenn die Tapete zu lange der Farbe ausgesetzt ist oder die Farbe zu dick aufgetragen wird, können das zusätzliche Gewicht und die Feuchtigkeit ein schrittweises Ablösen der Tapete selbst verursachen.

Niemand möchte erleben, wie die mühsame Arbeit wenige Wochen nach der Renovierung buchstäblich in sich zusammenfällt. Um diese Risiken zu minimieren, sollten Sie den Ausgangszustand der Tapete genau prüfen, um sicherzugehen, dass sie stabil genug für eine solche optische Behandlung ist.

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Durchscheinende Muster: ein unerwünschter Effekt

Selbst wenn das Ziel ist, altmodische Karos oder Blumenmuster zu verdecken, garantiert Farbe allein nicht immer die erwartete, vollständig gleichmäßige Oberfläche. Oft scheint die Tapetenstruktur – besonders entlang von Stoßkanten oder erhabenen Mustern – durch die Farbe hindurch und zieht unerwünschte Blicke auf sich.

Stark strukturierte Tapeten oder solche mit kräftigen Farben benötigen mehrere Anstriche, bis die ursprünglichen Muster ausreichend gedämpft sind. Und wie jeder weiß, steigen die Materialkosten mit jeder zusätzlichen Schicht schnell an.

Tapete in schlechtem Zustand: zuerst vorbereiten

Alte, beschädigte oder unebene Tapeten sind eine schlechte Ausgangslage für einen neuen Anstrich. Das Überstreichen abgenutzter Tapete macht lang bestehende Mängel sofort sichtbar, darunter Falten und Stellen, an denen sich die Tapete bereits von der Wand löst.

Es ist ratsam – und manchmal notwendig – beschädigte Abschnitte zu entfernen oder im schlimmsten Fall die Tapete komplett zu ersetzen, bevor Sie beginnen. Dieser vorausschauende Schritt verringert die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass Sie kurz nach Projektende schon wieder reparieren müssen.

Umweltauswirkungen und versteckte Kosten

Zum Schluss noch ein Wort zu den Umweltauswirkungen. Tapete zu überstreichen, ohne sie zu entfernen, führt zu einer Ansammlung von Materialschichten, was spätere Renovierungen oder die Entfernung der alten Wandbekleidung erheblich erschwert.

Und was das Budget betrifft: Es kommt nicht selten vor, dass die während und nach der Arbeit auftretenden Probleme aus der vermeintlich kostensparenden Schnellreparatur eine teure Umleitung machen – die oft früher oder später in einem fachgerechten Komplettanstrich endet.

  • Stellen Sie sicher, dass die Tapete in gutem Zustand ist.
  • Verwenden Sie eine geeignete Grundierung für bessere Haftung.
  • Seien Sie sich möglicher chemischer Reaktionen bewusst.
  • Planen Sie das Budget für mehrere Farbanstriche ein.
  • Bedenken Sie die ökologischen Folgen mehrerer Materialschichten für die Zukunft.

Häufig gestellte Fragen zum Überstreichen von Tapete

Warum bilden sich Blasen, wenn ich über Tapete streiche?

Blasen entstehen meist, wenn die Tapete nicht richtig an der Wand haftet. Ursachen können kleine eingeschlossene Luftpolster oder Stellen sein, an denen sich die Tapete schon vor dem Streichen gelöst hatte. Ein trockener Roller nach dem ersten Korrekturanstrich hilft, neu entstehende Blasen zu glätten.

Kann ich alle Tapetenarten überstreichen?

Nein, das ist nicht immer empfehlenswert. Insbesondere Vliestapeten haben eine wasserabweisende Oberfläche, die klassische Farben natürlicherweise abstößt. Prüfen Sie die Verträglichkeit von Farbe und Tapetenart, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Eine spezielle Grundierung vorab ist meist die beste Wahl.

Wie lange hält Farbe auf Tapete?

Die Haltbarkeit hängt stark vom Ausgangszustand der Tapete, der Verarbeitung und den verwendeten Produkten ab. Sorgfältige Vorarbeit mit den richtigen Materialien ergibt in der Regel eine Lebensdauer von etwa fünf bis zehn Jahren, abhängig von den Umgebungsbedingungen. Achten Sie auf Risse, um frühzeitig Anzeichen für nötige Pflege zu erkennen.

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